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- 06.08.2003 -

 

 

 

 

 

 

 

 



 

Italien: Erstes Klon-Pferd geboren

Das weltweit erste Klon-Pferd ist in Italien geboren worden. Das Fohlen ist ein genetischer Zwilling seiner Mutter.

Rom/Cremona (dpa) - Das Erbmaterial stammt von der Stute, die das Fohlen namens Prometea auch ausgetragen hat. Prometea ist daher die genetische Zwillingsschwester ihrer Mutter. Das Forscherteam um Cesare Galli aus Cremona stellt das Klon-Fohlen im britischen Fachmagazin «Nature» (Bd. 424, S. 635) vom Donnerstag vor. Versuche, ein männliches Tier zu klonen, waren gescheitert. Das Klonen von Pferden galt lange Zeit als schwierig und riskant. Die Forscher erhoffen sich nun Fortschritte bei der Vermehrung von Rennpferden. 

 Mehr Informationen:

Nature

Klonen

 

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© dpa

Klon-Pferd: Das gesunde Fohlen mit dem Namen "Prometea" (hier mit der Mutterstute) kam bereits am 28. Mai dieses Jahres zur Welt.

 
Das Team um Galli vom Istituto (rpt. Istituto) Sperimentale Italiano «Lazzaro Spallanzani» hatte das Erbmaterial aus der Haut einer Haflinger-Stute entnommen und mit einer entkernten Eizelle verschmolzen. Den daraufhin entstandenen Embryo setzten die Forscher der Stute ein. Am 28. Mai dieses Jahres kam daraufhin ein gesundes Fohlen zur Welt, das 36 Kilogramm wog.

Gen-Tests des Erbguts haben nach Angaben der italienischen Forscher bewiesen, dass das Fohlen genetisch identisch mit der Mutter ist. «Bemerkenswerter Weise wurde das geklonte Fohlen von derselben Mutter geboren, die auch die ursprüngliche Zellen-Linie lieferte», schreibt das Forscherteam um Galli.

Prometea sei der einzige erfolgreiche Versuch von 328 künstlich hergestellten Embryonen einer weiblichen Zell-Linie, schreiben die Forscher weiter. Aus 513 hergestellten Embryonen mit dem Erbgut eines Araber-Hengstes habe sich hingegen kein lebendes Tier entwickelt. Damit unternahmen die Forscher mehr Versuche als beim Klonschaf Dolly. Damals hatte das Team um Ian Wilmut 277 Embryonen hergestellt.

Die italienischen Forscher hoffen, dass ihr Durchbruch zu weit reichenden Folgen etwa in der Zucht von Renn- und Sportpferden führt. «Das Klonen könnte es kastrierten Meister-Pferden ermöglichen, ihr Erbgut an künftige Generationen weiter zu geben.» Rennpferde kosten oftmals Hunderttausende Euro. Allerdings gibt es nach früheren Angaben des britischen Magazins «New Scientist» bereits Abmachungen von Rennveranstaltern, dass Klon-Pferde nicht für kommerzielle Rennen registriert werden dürfen.

Erst im Mai hatten US-Forscher das erfolgreiche Klonen eines Maultieres bekannt gegeben. Maultiere sind unfruchtbare Kreuzungen eines männlichen Esels mit einer Pferdestute. Auch Mäuse, Rinder, Ziegen, Kaninchen, Schweine sowie Katzen wurden bereits geklont. Beim Klon-Schaf «Dolly» stellte sich aber heraus, dass sein Erbgut dem alter Tiere ähnelt. Das Schaf bekam früh Arthritis und wurde im Alter von sechs Jahren wegen einer Lungenerkrankung eingeschläfert.

Prometheus hat nach der griechischen Mythologie das Feuer auf die Erde gebracht. Zudem soll er laut einer späteren Überlieferung den ersten Menschen aus Lehm erschaffen haben.

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